Löwenzahn
Taraxacum officinale
Pusteblume;Kuhblume;Die Gattung war den Griechen und Lateinern kaum bekannt, und man kann daher annehmen, daß sie erst mit der Völkerwanderung nach Südeuropa gebracht worden ist. Erst im 16.Jahrhundert haben einige Ärzte die Harntreibenden Vorzüge erkannt, dennen sie ihren Ruhm verdankt.*)
*)Löwenzahn heißt auf französisch „Pissentlit“,d.h. wörtlich „Piß`ins Bett“
Der Löwenzahn ist eine alte Heil – und Nutzpflanze,die leider immer mehr in Vergessenheit gerät.
Heutzutage sind die in den Pflanzen enthaltene Wirkstoffe Bestandteile verschiedener Medikamente.
Pflanzenbeschreibung: nicht nötig
Blüte: März bis Juli
Korbblütler Compositeae
Verwendbare Pflanzenteile: alles
Ernte und Aufbereitung:Löwenzahn muß im Frühjahr, in den Monaten April und Mai, gesammelt werden. Mit einem Wurzelstecher oder sowas sticht man die Wurzel aus dem Boden, spaltet sie und hängt sie zusammen mit dem Kraut (hauptsächlich der Blattrosette) zum Trocknen an einem luftigen Ort. Ich zieh sie immer an einer Schnurr auf.
Ich hab schon gehört das manche ihn im Ofen trocknen, aber ich glaub da darf die Temperatur auch nicht höher sein als 40°C.
Aus den Blüten und den großen Blättern die er im Sommer ausbildet, kann man den Kräutertee zubereiten. Aus den Blüten macht man z.B. auch den berühmten Löwenzahn-Honig.
Inhaltstoffe:Vitamine, Bitterstoffe, Triterpene und Sterole; Carotine, Phytosterol, Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralien (viel Kalzium) und Spurenelemente; ein wenig ätherisches Öl, Schleime, Fruktose, Inulin,
Heilwirkung und Anwendung:Das erste wichtige Anwendungsgebiet ist die Entschlackung in der Frühjahrskur und in der Herbstkur; und weil Löwenzahn die Ausscheidung fördert, Niere und Leber aktiviert, eignet er sich besonders gut dafür.
Ob man den Löwenzahnsaft aus der Apotheke nimmt, oder ob man lieber eine Teekur macht, bleibt jedem selbst überlassen. Man muß aber berücksichtigen das die Kur etwa 4-6Wochen dauern muß. Danach fühlt man sich angeblich wohl, und verjüngt.
Kurmässig muß man 2x täglich 1Tasse Tee trinken oder eben statt des Tees 1Esslöffel Löwenzahnsaft nehmen.
Die günstige Wirkung auf das Bindegewebe, erklärt auch seine Heilwirkung bei Rheuma und Gicht, denn dabei handelt es sich um Stoffwechselstörungen, die auch das Bindegewebe schädigen.
Rheumatiker stellen immer wieder fest, daß sie sich nach einer Löwenzahnkur besser fühlen, daß die Häufigkeit der Schmerzen abnimmt und die Heftigkeit der Schmerzen nachläßt.
Ich hab gelesen, daß neuere Forschungsergebnisse gezeigt haben,d aß man mit Löwenzahn die Gallensteinentwicklung beeinflusst werden kann. Bei vielen Menschen kommt es immer wieder zu Neubildung von Gallensteinen. Es kommt nicht zu Neubildung oder Vergrößerung von Gallensteinen, wenn 2x jährlich eine Löwenzahnkur gemacht wird. Aufgelöst werden jedoch vorhandene Steine nicht. Wohl aber aber kann man mit Löwenzahn-Tee eine Steingalle beruhigen und Koliken weitgehend ausschalten.
Das BGA nennt Störungen im Bereich des Gallenflusses, Beschwerden im Bereich von Magen und Darm wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsbeschwerden als mögliche Anwendungsgebiete und schließt die Anwendung bei Entzündungen oder Verschluß der Gallenwege sowie Darmverschluß aus(Gegenanzeigen).
Die Milch wird in der Dermatologie oft gegen Warzen eingesetzt.
Löwenzahn als Hausmittel:Alles, was über die Heilwirkung und Anwendung ich geschrieben habe, gilt natürlich auch für die Volksmedizin. Hier jedoch schätzt man auch die Löwenzahnblätter als Salat, es heißt:
Essen sie so viel Löwenzahnsalat wie sie nur wollen, und sie werden sich wunderbar fühlen,
oder als appetitanregende Beigabe zu Weichkäse. Ganz allgemein sagt man den Löwenzahn eine stärkende Wirkung zu.
Er soll auch blutreinigend, abführend, anregend sein ,und er soll gegen Skorbut
http://de.wikipedia.org/wiki/Skorbut helfen, das früher ja doch sehr häufig vorkam.
Und bei äußerlicher Anwendung entwickelt er erstaunliche Heilkräfte bei Geschwüren, Entzündungen und Hautkrankheiten. Dabei werden Blätter und Blüten zerhackt, und in Umschlägen auf die Geschwüre und Hautreizungen gelegt.
Nebenwirkungen:Die frischen Stängel sollen schon bei Kindern die sehr viel davon gegessen haben „Vergiftungen“ hervorgerufen haben.
Natürlich darf hier der Wiki. Link hier auch nicht fehlen:
Löwenzahn