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Löwenzahn

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Löwenzahn

Ungelesener BeitragAutor: Giftpflanze » 6. Okt 2009, 18:33

Löwenzahn
Taraxacum officinale
Pusteblume;Kuhblume;


Die Gattung war den Griechen und Lateinern kaum bekannt, und man kann daher annehmen, daß sie erst mit der Völkerwanderung nach Südeuropa gebracht worden ist. Erst im 16.Jahrhundert haben einige Ärzte die Harntreibenden Vorzüge erkannt, dennen sie ihren Ruhm verdankt.*)
*)Löwenzahn heißt auf französisch „Pissentlit“,d.h. wörtlich „Piß`ins Bett“

Der Löwenzahn ist eine alte Heil – und Nutzpflanze,die leider immer mehr in Vergessenheit gerät.
Heutzutage sind die in den Pflanzen enthaltene Wirkstoffe Bestandteile verschiedener Medikamente.

Pflanzenbeschreibung: nicht nötig

Blüte: März bis Juli

Korbblütler Compositeae

Verwendbare Pflanzenteile: alles

Ernte und Aufbereitung:
Löwenzahn muß im Frühjahr, in den Monaten April und Mai, gesammelt werden. Mit einem Wurzelstecher oder sowas sticht man die Wurzel aus dem Boden, spaltet sie und hängt sie zusammen mit dem Kraut (hauptsächlich der Blattrosette) zum Trocknen an einem luftigen Ort. Ich zieh sie immer an einer Schnurr auf.
Ich hab schon gehört das manche ihn im Ofen trocknen, aber ich glaub da darf die Temperatur auch nicht höher sein als 40°C.
Aus den Blüten und den großen Blättern die er im Sommer ausbildet, kann man den Kräutertee zubereiten. Aus den Blüten macht man z.B. auch den berühmten Löwenzahn-Honig.

Inhaltstoffe:
Vitamine, Bitterstoffe, Triterpene und Sterole; Carotine, Phytosterol, Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralien (viel Kalzium) und Spurenelemente; ein wenig ätherisches Öl, Schleime, Fruktose, Inulin,

Heilwirkung und Anwendung:
Das erste wichtige Anwendungsgebiet ist die Entschlackung in der Frühjahrskur und in der Herbstkur; und weil Löwenzahn die Ausscheidung fördert, Niere und Leber aktiviert, eignet er sich besonders gut dafür.
Ob man den Löwenzahnsaft aus der Apotheke nimmt, oder ob man lieber eine Teekur macht, bleibt jedem selbst überlassen. Man muß aber berücksichtigen das die Kur etwa 4-6Wochen dauern muß. Danach fühlt man sich angeblich wohl, und verjüngt.
Kurmässig muß man 2x täglich 1Tasse Tee trinken oder eben statt des Tees 1Esslöffel Löwenzahnsaft nehmen.
Die günstige Wirkung auf das Bindegewebe, erklärt auch seine Heilwirkung bei Rheuma und Gicht, denn dabei handelt es sich um Stoffwechselstörungen, die auch das Bindegewebe schädigen.
Rheumatiker stellen immer wieder fest, daß sie sich nach einer Löwenzahnkur besser fühlen, daß die Häufigkeit der Schmerzen abnimmt und die Heftigkeit der Schmerzen nachläßt.

Ich hab gelesen, daß neuere Forschungsergebnisse gezeigt haben,d aß man mit Löwenzahn die Gallensteinentwicklung beeinflusst werden kann. Bei vielen Menschen kommt es immer wieder zu Neubildung von Gallensteinen. Es kommt nicht zu Neubildung oder Vergrößerung von Gallensteinen, wenn 2x jährlich eine Löwenzahnkur gemacht wird. Aufgelöst werden jedoch vorhandene Steine nicht. Wohl aber aber kann man mit Löwenzahn-Tee eine Steingalle beruhigen und Koliken weitgehend ausschalten.

Das BGA nennt Störungen im Bereich des Gallenflusses, Beschwerden im Bereich von Magen und Darm wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsbeschwerden als mögliche Anwendungsgebiete und schließt die Anwendung bei Entzündungen oder Verschluß der Gallenwege sowie Darmverschluß aus(Gegenanzeigen).

Die Milch wird in der Dermatologie oft gegen Warzen eingesetzt.

Löwenzahn als Hausmittel:
Alles, was über die Heilwirkung und Anwendung ich geschrieben habe, gilt natürlich auch für die Volksmedizin. Hier jedoch schätzt man auch die Löwenzahnblätter als Salat, es heißt:
Essen sie so viel Löwenzahnsalat wie sie nur wollen, und sie werden sich wunderbar fühlen,
oder als appetitanregende Beigabe zu Weichkäse. Ganz allgemein sagt man den Löwenzahn eine stärkende Wirkung zu.
Er soll auch blutreinigend, abführend, anregend sein ,und er soll gegen Skorbut http://de.wikipedia.org/wiki/Skorbut helfen, das früher ja doch sehr häufig vorkam.

Und bei äußerlicher Anwendung entwickelt er erstaunliche Heilkräfte bei Geschwüren, Entzündungen und Hautkrankheiten. Dabei werden Blätter und Blüten zerhackt, und in Umschlägen auf die Geschwüre und Hautreizungen gelegt.

Nebenwirkungen:
Die frischen Stängel sollen schon bei Kindern die sehr viel davon gegessen haben „Vergiftungen“ hervorgerufen haben.

Natürlich darf hier der Wiki. Link hier auch nicht fehlen:
Löwenzahn
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Re: Löwenzahn

Ungelesener BeitragAutor: Giftpflanze » 6. Okt 2009, 18:36

Löwenzahn Rezepte

Löwenzahn Tee

So wird er zubereitet:
1-2Teelöffel geschnittener Löwenzahn wird mit 1/4l Wasser übergossen, zum sieden gebracht und 1Minute lang gekocht. Dann wird nach 10Minuten abgeseiht.

Schließlich macht man sich die harntreibende Wirkung des Löwenzahns bei dem Versuch zunutze, kleine Nierensteine durch einen Wasserstoß auszutreiben:
Man bereitet sich einen Löwenzahntee zu, aus 2Eßlöffel Löwenzahn,die man mit 1/2liter kaltem Wasser übergießt,zum sieden erhitzt und nach 20 Minuten abseiht.Die abgeseihte Flüssigkeit wird wieder mit warmen Wasser auf ½ l verdünnt.
Diese Menge muß innerhalb von 15Minuten getrunken werden.
Es kommt dann zu einer starken Wasserausscheidung!!, bei der möglicherweise kleine Steine mit abgehen.



Löwenzahn als Kaffee-Ersatz:

Meine Oma hat mir erzählt, daß man früher die Löwenzahnwurzel dazu verwendet hat, um Kaffee-Ersatz daraus zu machen.
Aus gerösteten Wurzeln:
Man erntet im Herbst einige schöne Wurzeln und reinigt diese gründlich mit einer Bürste (Schuhputzbürste). Dann schneidet man die Wurzel in Scheiben, und dann werden sie im Backofen geröstet. Anschließend dreht man sie durch eine Kaffeemühle und verwendet das Pulver wie gewöhnlichen Kaffee. Entweder pur, oder als Zusatz im Morgenkaffee in schlechten Zeiten.

Manchmal wurde er auch als Süßstoff verwendet, aber da weiß ich leider die Zubereitung allerdings nicht.

Aber bei den den jungen Knospen, weiß ich auch durch meine Oma, das die früher wie Kapern zubereitet wurden, und diese vollauf ersetzt haben.

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Löwenzahn Wein
gegen Fieber

Man weicht 2 schöne, frische Löwenzahnwurzeln drei Tage lang in 1/2 Liter Weißwein ein.
Man trinkt bei Fieberanfällen ein kleines Glas voll und eine Stunde später nochmal.
Rezepte:

Löwenzahn Honig:
1Handvoll Blütenblättchen(auszupfen!!die grünen Unterblätter sind sehr bitter)
1Honig
2Nelken
1Zimtstange
Die Zutaten gut mischen und 3Wochen in die Sonne stellen in einem Schraubglas durch ein Sieb streichen
Und fertig ist der „Bären-Met“
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Löwenzahn-Sirup:
1liter Wasser
2Handvoll Blütenblättchen
Man kann auch noch eine halbe Hand voll frische Fichtenspitzen dazugeben
Alles 15Minuten kochen lassen. Dann denn Sud in 1kg braunen Kandiszucker einrühren und alles zusammen ganz langsam! Köcheln lassen bis es dickflüssig ist.
Heiß in Gläser abfüllen.

Dies ist ein bewährtes Hausmittel gegen Husten


LöwenzahnSalat:
Hier hab ich noch ein paar Tipps zum Salat aus eigener Erfahrung:

-nur junge Blättchen,wenn die Knospen noch in den Blattrosetten stecken – verwenden
-wenn zu bitter,kleingeschnittener Löwenzahn in lauwarmes Wasser legen wie Endiviensalat
-oder1/2 Std. vor dem Servieren den Salat anmachen(fällt nicht zusammen)
-über den Salat Speckwürfel(nicht das Fett!!!) geben=eine gute Abendmahlzeit
-gebleichte Pflanzen sind milder im Salat
-kleingeschnittener Löwenzahn schmeckt auch unter Kartoffelsalat gemischt sehr gut



Falsche Kapern:

Und hier hab ich auch noch das Rezept für die Falschen Kapern:

1 Handvoll Löwenzahn Knospen (noch fest verschlossen!!!) zur Hälfte kann man auch Gänseblümchen Knospen nehmen
2 Petersilienstängel
1 Basilikumzweiglein
Einige Estragonblättchen
Ein paar Zwiebelringe

Alles in ein Schraubglas geben, mit Essig(evtl. Estragon Essig) auffüllen und verschließen
2Monate durchziehen lassen

-wenn die Knospen zu bitter sein sollten – 24Stunden vorher in Salzwasser legen – Wasser wegschütten und dann erst in Essig einlegen. Dies macht die Falschen Kapern etwas milder.
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