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Stoppen Sie den Hungertod, Frau Bundeskanzlerin! Stoppen Sie

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Stoppen Sie den Hungertod, Frau Bundeskanzlerin! Stoppen Sie

Ungelesener BeitragAutor: Holosericea » 5. Feb 2011, 21:21

Stoppen Sie den Hungertod, Frau Bundeskanzlerin! Stoppen Sie E10-Sprit!

Seit einigen Wochen ist an deutschen Tankstellen Sprit mit dem Namenszusatz "E10" erhältlich. Die EU-Verordnung zur Beimischung von nachwachsenden Rohstoffen in Auto-Kraftstoffen hat das Ziel, die Umwelt zu schonen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

In der EU hat sich die Bundesregierung für die Energie vom Acker stark gemacht und sich selbst die höchsten Agrospritmengen verschrieben. E10 erfüllt die Vorgaben der europäischen Richtlinie über die Kraftstoffqualität und die Erneuerbare Energien Richtlinie der EU. Letztere schreibt vor, 10 Prozent des Kraftstoffs im Verkehr durch Agrosprit zu ersetzen. Durch die Einführung von E10 wird sich 2011 der Ethanolverbrauch in Deutschland aber in etwa verdoppeln - auf zirka zwei Millionen Tonnen.

Hierzulande wachsen nach Angaben der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe auf 240.000 Hektar Ackerfläche Weizen, Gerste und Zuckerrüben für die Ethanolproduktion. Unsere heimischen Anbauflächen reichen für unseren Bedarf nicht aus und die Produktionskosten sind hoch. Nach Angaben von OECD und FAO werden Ethanolimporte deshalb eine immer größere Rolle dabei spielen, die EU-Beimischungsziele zu erreichen. Die Ethanol-Einfuhren der EU können sich auf 3 Millionen Tonnen (3 Milliarden Liter) verdoppeln.

Hauptproduzenten von Ethanol sind die USA und Brasilien. Bereits jetzt importiert die EU pro Jahr 1,5 Millionen Tonnen Zuckerrohr-Ethanol. Angebaut wird das tropische Süßgras auf riesigen industriellen Monokulturen im Besitz von Firmen, Investoren und Ölkonzernen wie BP und Shell. Schon jetzt sind es neun Millionen Hektar – die Hälfte davon für die Ethanolproduktion. Die brasilianische Regierung plant, die Anbaufläche zu versiebenfachen. 65 Millionen Hektar sollen Plantagenfläche werden - das entspricht der Fläche Deutschlands und Polens. Die Tropenwälder und Savannen werden dafür gerodet.

Agro-Sprit statt Lebensmittel
Die Beimischung von Ethanol schadet allen Menschen: Ethanol wird aus Getreide, Mais, Zuckerrohr und -rübe hergestellt. Diese Grundnahrungsmittel werden knapp und damit teurer. Die Weltbank rechnet mit einem Preisanstieg von bis zu 75 Prozent. In Europa ist das ärgerlich, in Indien, Südamerika oder Afrika tödlich. Dort explodieren die Lebensmittelpreise und Millionen Menschen können nicht mehr ausreichend Nahrung kaufen. Jeder Prozent Anstieg der Lebensmittelpreise bedeutet laut Foreign Affairs 16 Millionen zusätzliche Hungernde. Durch den Agrospritboom könnten nach Angaben von Action Aid in den nächsten Jahren bis zu 600 Millionen Menschen zusätzlich Hunger leiden. In den Medien machen bereits heute Schlagzeilen von Hungersnöten und Hungerrevolten die Runde.

Auch die Klimabilanz von Agrosprit ist besorgniserregend: Ethanol und anderer Agrosprit verursachen mehr klimaschädliche Emissionen als fossiler Kraftstoff. Ethanol ein „Bio“-Label zu verpassen, ist daher grundlegend falsch und führt Verbraucher in die Irre. Noch steht der E10-Sprit in Deutschland am Anfang. Unterstützen Sie unseren Protest bei Bundeskanzlerin Merkel und helfen Sie mit, dass E10 gar nicht erst etabliert wird.

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