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Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald....

Hier kommen Petitionen rein die für den Umweltschutz plädieren, sei es hier in der Heimat oder sonstwo auf der Welt.

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Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald....

Ungelesener BeitragAutor: Holosericea » 19. Jan 2010, 19:56

Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald- Nationalpark

Der Regenwald im Yasuni-Nationalpark und dem angrenzenden Ispingo-Tambococha-Tibutini-Gebiet (ITT) am Oberlauf des Amazonas ist noch weitgehend unberührt. Er ist die Heimat der Huaorani-Indianer und mehrerer Gemeinschaften, die in freiwilliger Isolation leben. Wissenschaftler haben Yasuní zur Region mit der weltweit höchsten Artenvielfalt erklärt. Auf einem Hektar wurden allein 664 verschiedene Baumarten bestimmt.

Auch für den Wasserhaushalt und das Klima ist der Regenwald von immenser Bedeutung. Jeder Hektar Regenwald speichert etwa 200 Tonnen Kohlenstoff. Sollte das Schweröl ausgebeutet und verbrannt werden, entstünden etwa 410 Millionen Tonnen Kohlenstoffemissionen, die das globale Klima weiter anheizen würden. Alle Gründe sprechen deshalb dafür, den Regenwald unangetastet und das Öl im Boden zu lassen. Darum erklärte sich die Regierung vor zwei Jahren bereit, 850 Millionen Fass (135 Milliarden Liter) Schweröl nicht zu fördern, wenn sie dafür Ausgleichszahlungen erhalte.

Auf internationaler Ebene hat die Initiative Ecuadors Unterstützung gefunden. Bereits im Juni 2008 hat der deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, die Initiative zu unterstützen. Diese hat 2008/2009 eine Machbarkeitsstudie für das Projekt finanziert und durchgeführt. Neben Deutschland sollen auch Spanien, Belgien, Frankreich und Schweden umfangreiche Finanzzusagen gemacht und 15 weitere Länder Interesse bekundet haben. Seit Monaten handeln ecuadorianische Regierungsvertreter mit dem UN-Entwicklungsprogramm die Modalitäten für einen UN-Treuhandfonds aus, der Ende Januar unterschrieben werden soll.

Doch nun ist die Initiative ernsthaft in Gefahr. Am 9. Januar drohte der ecuadorianische Präsident Rafael Correa in seiner wöchentlichen Radioansprache damit, die Ausbeutung des Erdöls entgegen aller bisherigen Absprachen zu starten. Er ist unzufrieden, dass der Treuhandfonds nicht von ihm persönlich verwaltet werden soll und er keine Entscheidungsgewalt über die Vergabe der Gelder hätte. Die wichtigsten Unterstützer der Initiative innerhalb der ecuadorianischen Regierung und im Verhandlungsteam sind daraufhin am 11. und 12. Januar zurückgetreten, darunter Außenminister Falconi. Nun droht die weltweite Gier nach dem schwarzen Gold und schnellen Profit über die Vernunft zu siegen. Das Naturparadies, die dort lebenden Menschen und das Weltklima sind in Gefahr.

Die internationale Initiative „Yasuni por la Vida“ und wichtige Persönlichkeiten in Ecuador bitten darum, an den ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa zu schreiben. Bitte nehmen Sie an unserer Aktion teil und fordern Sie, dass der kostbare Urwald unangetastet und das Öl im Boden bleibt.

Zur Petition: hier klicken
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Re: Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald....

Ungelesener BeitragAutor: elispil » 19. Jan 2010, 20:43

ich hab die petition unterschrieben!

was soll man gegen diesen wahnsinn sonst tun?
elispil
 

Re: Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald....

Ungelesener BeitragAutor: Holosericea » 19. Jan 2010, 23:38

Danke Elisabeth,
man kann nicht viel dagegen tun, leider... nur Regenwald.org berichtet auch immer wieder von Erfolgen, manchmal hilft auch eine Prodestaktion. Ich stelle alle die ich bekomme hier ein :)
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Re: Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald....

Ungelesener BeitragAutor: Mandragora » 20. Jan 2010, 00:22

Ich auch. Mehr als irgendwelche Werbe-Mails werden darauf schon nicht kommen...
Mandragora
 

Re: Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald....

Ungelesener BeitragAutor: Holosericea » 20. Jan 2010, 01:49

Da musst du keine Bedenken haben, ich unterstütze den Verein seit einigen Jahren mit Unterschriften und habe bis heute noch keine Werbemail dadurch bekommen.
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Re: Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald....

Ungelesener BeitragAutor: Holosericea » 7. Nov 2010, 17:46

Erfolg: Regenwaldschutz statt Erdölförderung in Ecuador

04.08.2010

Jahrelange Bemühungen um Ecuadors revolutionäres Regenwaldprojekt, die sogenannte ITT-Yasuni-Initiative, sind einen großen Schritt vorangekommen. Am 3. August 2010 wurde das Abkommen zwischen den Vereinten Nationen und der ecuadorianischen Regierung geschlossen. Es sieht vor, dass ein beachtliches Ölvorkommen unter dem nordwestlichen Amazonas-Gebiet nicht gefördert wird, um eine der artenreichsten Regionen der Erde zu schützen. So werden verheerende Auswirkungen auf das einmalige Ökosystem, auf seine indigene Bevölkerung und auf das Weltklima vermieden.

Für den Verzicht Ecuadors auf die für das Land wichtigen Exporteinnahmen sollen die Industrieländer wie Deutschland Kompensationszahlungen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar leisten. Diese Summe deckt rund die Hälfte der Einnahmen, die Ecuador durch den Verkauf der geschätzten 850 Millionen Barrel Schweröl auf dem Weltmarkt erzielen könnte. Das Geld fließt in einen Treuhandfonds, der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen verwaltet wird. Unterstützung zugesagt haben sollen unter anderem Deutschland, Spanien, Frankreich, Schweden und die Schweiz. Weitere Länder wie Norwegen, die Niederlande und die USA sollen Interesse bekundet haben. Im Juni 2008 nahm der gesamte Bundestag einvernehmlich einen Antrag an, in dem die Bundesregierung aufgefordert wurde, den Vorschlag Ecuadors zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Die Regierung Ecuadors unter dem damaligen Energieminister Alberto Acosta und Präsident Rafael Correa hatte bereits im Jahr 2007 die von Umweltschützern entwickelte Initiative offiziell übernommen und war mit dem radikalen Vorschlag an die Weltöffentlichkeit getreten. Das kleine südamerikanische Land wolle auf die Förderung des Erdöls verzichten, wenn sich die internationale Gemeinschaft an den Einnahmeausfällen nach dem Prinzip der Klimagerechtigkeit beteiligt. Demnach tragen Industrieländer Verpflichtungen gegenüber der Dritten Welt, da sie den größten Teil der klimaschädlichen Treibhausgase produzieren. Dessen negative Folgen treffen jedoch am Härtesten die armen Länder des Südens, weshalb der Norden für seine Umweltschulden entsprechend zahlen solle.

Die Ölförderung im ecuadorianischen Regenwald hatten westliche Ölkonzerne unter der Führung von Texaco (gehört heute zu Exxon) Anfang der 1970er Jahre begonnen. Noch im Jahr 2001 hatte die Düsseldorfer WestLB mit einem 900 Millionen US-Dollar-Kredit den Bau der neuen OCP-Schwerölpipeline in Ecuador finanziert. Rettet den Regenwald führte von 2001 bis 2003 gegen deren Bau und Finanzierung eine intensive Protestkampagne. Die ITT-Yasuni-Initiative unterstützte der Verein von Beginn an und begrüßt die nun getroffene Vereinbarung. Im Mai 2007 startete der Verein mit „Das Öl soll im Boden bleiben - Aktion für den Yasuni-Nationalpark in Ecuador“ zum G7-Gipfel in Heiligendamm. Am 15. Januar 2010 lief unsere Aktion Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald- Nationalpark an, mit der wir erfolgreich um die Einrichtung des Treuhandsfonds baten. Mehr als 13 000 Menschen haben die Aktion unterstützt.
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