In vielen Gärten sind die unterschiedlichsten Rosen zu finden. An manchen Stellen gedeihen sie prächtig, an andern wiederum gar nicht richtig. Rosen mögen sonnige und luftige Plätze. An diesen hat auch der berüchtigte Sternrußtau weniger Chance, denn der liebt es feucht und kühl. Wenn eine Rose dennoch von dem Pilz befallen ist - kommt besonders in kalten regenreichen Jahren vor - wird das insofern sichtbar, dass sich sternförmige schwarze oder braune Flecken auf den Blättern bilden. Bei starkem Befall verliert die Rose schon im Sommer alle Blätter, die unbedingt aufgesammelt werden müssen, da der Pilz auf den abgefallenen Blättern überwintert.
Dagegen ist tatsächlich ein Kraut gewachsen: der Ackerschachtelhalm. Abhilfe schafft ein altes Hausmittel: regelmäßiges Spritzen der Rosenstöcke mit Ackerschachelhalm-Tee. Der stärkt die Abwehr und festigt das Gewebe, sodass der Pilz meist gar nicht erst in die Blätter eindringen kann.
Wenn ein Rosenstock doch mal das Zeitliche gesegnet hat, sollte man allerdings beachten, nicht an der gleichen Stelle eine neue Rose zu pflanzen. Da wächst sie nicht richtig oder gar nicht. Man sagt, der Boden sei "rosenmüde" geworden.
Und hier noch das Rezept für den Stärkungstrunk:
1 bis 1,5 kg frischen Ackerschachtelhalm (oder 150 bis 200 g getrocknetes Kraut) in einem Topf mit 10 Liter Regenwasser aufgießen.
1 bis 2 Tage "ziehen" lassen und 1 bis 2 Stunden köcheln. Auskühlen, abseihen.
Verdünnt wird in einem Verhältnis von 1:5 mit Wasser. Gespritzt wird ab April, 1 mal wöchtentlich an einem sonnigen Morgen, nicht nur die Rosen sondern auch die Erde drumherum.
Der Tee ist übrigens länger haltbar.


