Wenn die hübschen Amaryllis verblühen und nur noch die Zwiebeln aus dem Topf schauen, verleitet das viele Leute, den Topf mit der nicht mehr so prachtvollen Pflanze in irgeneine Ecke zu stellen und diese vor sich hin vegetieren zu lassen. Ganz falsch! So braucht sich niemand zu wundern, wenn sich im nächsten Jahr keine Blüte mehr zeigt. Die Zwiebel verkümmert.
Nur eine gesunde, gut genährte Zwiebel wird auch wieder blühen können. Es lohnt sich also, sich auch sorgfältig um die Zwiebel zu kümmern, wenn keine Blüte zu sehen ist, nicht allein aus dem Grund, da die Amaryllis-Zwiebeln nicht unbedingt billig sind. Und mit der richtigen Pflege kann sie gut zehn Jahre alt werden und Jahr um Jahr mit herrlichen Blüten erfreuen.
Und so sollte die Pflege ausschauen: Nach der Blüte soll die Pflanze weiterhin an einem sonnigen Fenster stehen. Gleichmäßig feucht halten und wöchtentlich düngen ist wichtig. Nur dann können die Blütenanlagen im Inneren der Zwiebel für das nächste Jahr heranwachsen. Nach den Eisheiligen kann man den Topf auch ins Freie stellen, an einen geschützten Platz, am besten in die Erde versenken, dass er nicht so leicht austrocknet. Ab August wird auch nicht mehr gedüngt und im September das Gießen langsam eingestellt. Dann darf Amaryllis auch wieder ins Wohnzimmer umziehen. Die Blätter werden gelb und sterben ab. Ab Oktober wird gar nicht mehr gegossen. Erst zum Jahreswechsel fängt man wieder zu gießen an und regt somit zu neuem Austrieb an.


