Gentechniker arbeiten ständig daran Kulturpflanzen Erbmaterial einzuschleusen,das sie unempfindlicher macht.
Ob die Forderung nach Bäumen, die weitgehend resistent gegen den Urin von Hunden sind, ebenfalls die Gentechniker auf den Plan ruft??
Hinter dieser absurd klingenden Forderung existiert ein realer Hintergrund:
In den innenstädtischen Bereichen weisen alle Bäume mehr oder weniger massive Schäden durch den Urin der Tiere auf.
Stand bisher der eher als lästig empfundene Kot im Mittelpunkt, wendet sich das Augenmerk nun diesem "besonderem Saft" zu.
Es gibt sogar exakte Zahlen:
Im Durchschnitt gibt ein Hund täglich 300g festen und 0,71l flüssigen Abfall von sich.
In einer Stadt wie Berlin mit rund etwa 100 000 registrierten Hunden warten tagtäglich also 30t kleiner Häufchen darauf,daß ein unachtsamer Fuß hineintritt.
Und 70 000 Liter Hundeurin ergießen sich täglich vorrangig auf Laternenmasten und Baumstämmen. Wie Dr. Hartmut Balder vom Berliner Pflanzenschutzamt ermittelte, müssen die ohnehin geplagten innerstädtischen Bäume auf diese Weise gut 10 Liter pro Jahr über sich ergehen lassen, was verständlicherweise nicht ohne Folgen bleibt.
Erst sterben die rindenbesiedelten Algen, dann der Bast und das Kambium des Baumes ab. Faulstellen breiten sich aus. Im Boden steigen Nährstoffgehalt und pH-Wert, was den Wurzeln nicht besonders gut tut.
So gilt die Hoffnung natürlich auf unempfindliche Baumarten und -sorten. Eiche, Birke, Platane und Ginko sind weniger empfindlich als Ahorn, Kastanien, Linde und Robinie.
Noch fehlt es aber doch noch an dem bewußten Gen.



