Neue Pilz Krankheit:Rußrindenkrankheit an Ahornen
Cryptostroma corticale (Synonym:Coniosporium corticale)
Nach momentaner Erkenntnis ist von ihr in Mitteleuropa vorwiegend der Berg-Ahorn betroffen.
Symptomatik
Anfänglich bilden sich Rinden- und Kambiumnekrosen sowie Schleimfluß am Stamm. Im Laufe des Spätsommers kommt es dann zu Welkeerscheinungen und zum Absterben der Krone, bis schließlich der ganze Baum abstirbt.
Der Absterbeprozeß kann mit sehr unterschiedlicher Geschwindikeit verlaufen.
Nach dem Absterben des Baumes erscheint die Rinde im unteren Stammbereich vielfach rissig. Dabei werden die äußeren Borkenschuppen abgesprengt, so daß die unter der Rinde gebildeten Sporenlager des Erregerpilzes freigelegt werden.
Die Sporenlager haben das Aussehen einer geschlossenen schwarzen Kruste. Darunter befinden sich große Mengen an trockenem Konienstaub.
Die Verbreitung des Staubs erfolgt, je nach äußeren Bedingungen,durch Wind oder Regen.
Nach dem Absterben des Baumes zieht in das blankliegende Holz rasch Weißfäule ein.
Biologie des Pilzes:
Er ist ein Schwächepilz
Erfahrungen aus England zeigen, daß die Rußrindenkrankheit des Ahorns oftmals nach trockenen und heißen Sommern auftritt
Folgen auch für den Menschen!!
Die an abgestorbenen Bäumen ermittelten Sporenzahlen liegen zwischen 100 – 170 Mio. pro cm2 Rindenoberfläche.
Die Konidien können beim Einatmen zu erheblichen Gesundheitsschäden führen.
Dabei kommt es im menschlichen Organismus zu einer Antikörperreaktion (= allergische Alveolitis), die eine Entzündung der Lungenbläschen bedeutet.
Die Krankheitssymptome sind vielfach langwierig und können Monate andauern.
In Nordamerika sind die Symptome bei Waldarbeitern, die Ahornrinde schälen, bereits seit langem bekannt.
Auch am für Brennholzzwecke gelagerten Ahornholz kann es zur besagten Rußbildung und Sporenfreisetzung kommen.
Es sind also entsprechende Schutzmaßnahmen erforderlich:
-Bei entsprechenden Fällungsarbeiten sollten die Arbeiter unbedingt Atemschutzmasken tragen
-Auch die Kontamination der Umgebung, in der sich Spaziergänger aufhalten, ist zu vermeiden.
-Abtransport unter einer Plane,
-keine Häckselung im trockenem Zustand
Vorbeugung:
Standortoptimierung (Wasserversorung)
Bekämpfung:
Rodung befallener Bäume
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