Hallo Gast 

Derzeit hast du nur eingeschränkten Zugang zum Forum. Nach einer Registrierung und deiner Vorstellung werden für dich alle Bereiche sichtbar.

Derzeit kannst du nur  im "Gästebereich" schreiben und Fragen stellen. Allerdings werden die Beiträge erst nach Überprüfung frei gegeben. 

Wir würden uns freuen dich als neues Mitglied begrüßen zu dürfen 

mfg, 

Das Team

Neue Pilz Krankheit:Rußrindenkrankheit an Ahornen

Hier findet ihr ein kleines Lexikon für Pflanzenschädlinge und Krankheiten.

Moderatoren: nrwcat, Anke32, Kleeblatt

Neue Pilz Krankheit:Rußrindenkrankheit an Ahornen

Ungelesener BeitragAutor: Giftpflanze » 12. Nov 2009, 19:30

Neue Pilz Krankheit:Rußrindenkrankheit an Ahornen
Cryptostroma corticale (Synonym:Coniosporium corticale)

Nach momentaner Erkenntnis ist von ihr in Mitteleuropa vorwiegend der Berg-Ahorn betroffen.

Symptomatik
Anfänglich bilden sich Rinden- und Kambiumnekrosen sowie Schleimfluß am Stamm. Im Laufe des Spätsommers kommt es dann zu Welkeerscheinungen und zum Absterben der Krone, bis schließlich der ganze Baum abstirbt.
Der Absterbeprozeß kann mit sehr unterschiedlicher Geschwindikeit verlaufen.
Nach dem Absterben des Baumes erscheint die Rinde im unteren Stammbereich vielfach rissig. Dabei werden die äußeren Borkenschuppen abgesprengt, so daß die unter der Rinde gebildeten Sporenlager des Erregerpilzes freigelegt werden.
Die Sporenlager haben das Aussehen einer geschlossenen schwarzen Kruste. Darunter befinden sich große Mengen an trockenem Konienstaub.
Die Verbreitung des Staubs erfolgt, je nach äußeren Bedingungen,durch Wind oder Regen.
Nach dem Absterben des Baumes zieht in das blankliegende Holz rasch Weißfäule ein.

Biologie des Pilzes:
Er ist ein Schwächepilz
Erfahrungen aus England zeigen, daß die Rußrindenkrankheit des Ahorns oftmals nach trockenen und heißen Sommern auftritt

Folgen auch für den Menschen!!
Die an abgestorbenen Bäumen ermittelten Sporenzahlen liegen zwischen 100 – 170 Mio. pro cm2 Rindenoberfläche.
Die Konidien können beim Einatmen zu erheblichen Gesundheitsschäden führen.
Dabei kommt es im menschlichen Organismus zu einer Antikörperreaktion (= allergische Alveolitis), die eine Entzündung der Lungenbläschen bedeutet.
Die Krankheitssymptome sind vielfach langwierig und können Monate andauern.
In Nordamerika sind die Symptome bei Waldarbeitern, die Ahornrinde schälen, bereits seit langem bekannt.
Auch am für Brennholzzwecke gelagerten Ahornholz kann es zur besagten Rußbildung und Sporenfreisetzung kommen.

Es sind also entsprechende Schutzmaßnahmen erforderlich:
-Bei entsprechenden Fällungsarbeiten sollten die Arbeiter unbedingt Atemschutzmasken tragen
-Auch die Kontamination der Umgebung, in der sich Spaziergänger aufhalten, ist zu vermeiden.
-Abtransport unter einer Plane,
-keine Häckselung im trockenem Zustand


Vorbeugung:
Standortoptimierung (Wasserversorung)

Bekämpfung:
Rodung befallener Bäume

Google Bilder-Suche: Rußrindenkrankheit an Ahornen
Bild
Benutzeravatar
Giftpflanze
 
Beiträge: 2637
Registriert: 09.2009
Barvermögen: 342.893,49 Blümchen
Wohnort: im schönen Bayern
Danke gegeben: 36
Danke bekommen: 10x in 10 Posts
Geschlecht: weiblich

Zurück zu Krankheiten & Schädlinge A-Z


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

rußrindenkrankheit

Rußrindenkrankheit ahornrinde fußkrankheit bekämpfung rußrindenkrankheit mykose cryptostroma corticale am mensch cryptostroma-rindenkrankheit des ahorns ruC39Frindenkrankheit krankheiten ahorn rinde ahornrinde pilzbefall neue pilzkrankheit basteln mit ahornrinde e ahornrinde Cryptostroma-Krankheit ahornrinde und allergie
cron
web tracker