Einfluss der Mondphasen auf Pflanzen
Die Mondphasen unterteilen sich in vier Bereiche:
1. Der zunehmende Mond:
Wenn die erste schmale, nach links geöffnete Mondsichel zu erkennen ist, beginnt die Phase des zunehmenden Mondes. Von hier an dauert es ca. 13 Tage bis zum Vollmond. Die Pflanzensäfte beginnen wieder aufzusteigen und die Erde atmet aus.
Gut für alle Arbeiten, die über der Erde Ertrag bringen. Für alles, was nach oben wachsen und viele große Blüten, Blätter oder Früchte tragen soll, ist dies der richtige Aussaat- oder Pflanzzeitraum. Jetzt gesäter Rasen wächst besonders schnell und kräftig. Auch die Ernte oberirdischer Gemüsesorten sollte jetzt stattfinden, da ja alle Energie in den oberen Pflanzenteilen sitzt.
Eine kleine Eselsbrücke:
Früher schrieb man das Z ähnlich wie eine 3 (nur unten länger und mit einer Schlinge die nach rechts oben endete). Wenn man den Teil vom Mond, den man sehen kann, mit dem Finger entlang fährt und von links oben nach rechts unten im Uhrzeigersinn entlang fahren kann (und sich so die alte Schreibweise des "Z" für zunehmend ergibt), dann ist der Mond zunehmend. Genau andersrum verhält es sich beim abnehmenden Mond: wenn der Bauch vom kleinen "a" sichtbar wird, ist der Mond abnehmend.
2. Der Vollmond:
Wenn der Mond ein bis zwei Tage lange als runde, grell beleuchtete Scheibe, als voller Mond am Nachthimmel steht, dann wirken auf das irdische Leben ähnlich wie bei Neumond starke Kräfte des Wechsels. Die Pflanzen erreichen ein Maximum an Aufnahmefähigkeit und sind prall von Nährstoffen und Säften. Und die Heilkraft von Kräutern soll am größten sein, wenn sie bei Vollmond gesammelt werden. Der Zeitpunkt ist ideal zum Düngen. Pflanzen und Gehölze dürfen jetzt nicht geschnitten werden, die "Verletzung" könnte ihnen schaden.
3. Der abnehmende Mond:
Wenn der Mond von der rechten Seite her schmaler wird, dann ist er in der abnehmenden Phase. Die Erde atmet ein und ist besonders aufnahmefähig für Wasser und Nährstoffe. Es wachsen vor allem die unterirdischen Teile der Pflanzen, die Wurzeln, Knollen und Zwiebeln, da die Säfte der Pflanzen nach unten in die Wurzeln gehen. Diese Zeit ist günstig für die Aussaat oder das Auspflanzen von Wurzelgemüse. Aber auch Salat- und Kohlsorten, die feste Köpfe bilden sollen, sät und setzt man bei abnehmendem Mond. Die Zeit ist auch ideal zum Schneiden, Düngen, Gießen und Ernten von Wurzelgemüse; auch zur Bekämpfung von Schädlingen und Unkraut.
4. Der Neumond:
Wenn die der Erde zugewandten Seite des Mondes fast völlig verdunkelt ist und erfast genau zwischen Erde und Sonne steht, sprechen wir vom Neumond. In dieser Mondphase wirken kräftige Impulse. Die Erde beginnt auszuatmen.
Der Neumond ist immer ein guter Zeitpunkt für Arbeiten, welche die Regeneration von Pflanzen unterstützen, wie z. B. den Rückschnitt von Gehölzen, vor allem wenn es sich um kranke Pflanzen handelt, diese wachsen kräftig und gesund nach. Auch andere durch Schädlinge befallene Pflanzen können zum Neumond gut behandelt werden.


