Über das Keimverhalten von Sumpfpflanzen weiß man eigentlich nur wenig. Selbst in Staudengärtnerein usw. bekommt man unterschiedliche Aussagen.
Bei einigen heißt es z.B.
Caltha, Eriophorum, Eupatorium, Filipendula, Typha sowie Potentilla palustis seinen kältebedürftige Pflanzen, die erst nach einer Lagerung bei Temperaturen nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt keimen können. Andere behaupten das dies nicht stimmt.
Dazu kommt noch das sich viele nicht einig sind, ob die Samen jetzt besser über oder unter Wasser keimen.
Meist bleibt einem nur der Selbstversuch.
Die neusten Erkenntnisse sind folgende:
Man unterteilt die Pflanzen mittlerweilen in 3 Gruppen:
Zur ersten Gruppe zählen Sumpfpflanzen, deren Samen früh reifen und deswegen gleich nach der Ernte im Juni sofort ausgesät werden sollten.
Dazu zählen z.B.:
Caltha palustris, Carex acutiformis, Carex elata, Eriophorum angustifolium, Eriophorum latifolium, Eriophorum vaginatum, Ranunculus flammula sowie Ranunculus lingua.
Das Saatgut wird wie üblicher Staudensamen behandelt, d.h. ausgesät und durch gießen feucht gehalten; es muß also nicht unter Wasser stehen.
Die zweite Gruppe besteht aus spätfruchtende Arten, die kein eindeutiges Kältebedürfnis haben.
Dazu zählen z.B.:
Iris pseudacorus, Lythrum salicaria, Phragmites australis und Typha latifolia.
Sie können im Winter, besser jedoch nach kühler Lagerung im Mai oder Juni ausgesät werden.
Die dritte Gruppe, hat eindeutige Kältebedürfnisse.
Dazu gehören:
Alisma spp., Carex davallina, Carex flava, Carex panicea, Drosera spp., Gentiana pneumonanthe, Hippuris vulgaris, Juncus effusus, Juncus inflexus, Parnassia palustris, Pontederia cordata, Primula farinosa und Scripus lacustris. Dieses Saatgut der Pflanzen braucht eine Kühllagerung, eine sogenannte Stratifikation zum Abbau der Keimhemmung.
Dazu werden die Samen im Winter oder nach der Lagerung im Kühlschrank( ich vermische das Saatgut dann immer mit Sand) im Mai ausgesät.
Nur Alisma, Hippuris, Pontederia und Scirpus lacustris keimen besser, wenn der Wasserpegel leicht über dem Saatgut steht.
Den anderen Pflanzen genügt es ein feuchtes Substrat zu haben.



