Sobald die Sämlinge groß und kräftig genug sind, um sie fassen zu können, werden sie pikiert, d.h. vereinzelt.
Jeder Sämling bekommt seinen eigenen Topg, oder werden in größere Schalen mit weiterem Abstand pikiert. Beim Pikieren werden die Sämlinge gleich aussortiert, d.h. krumme und schwache und kranke Sämlinge werden gleich aussortiert.
Man muß natürlich sehr sorgsam pikieren, damit die feinen Wurzeln nicht abreißen. Am besten werden die Sämlinge mit dem Finger oder einem Pikierholz seitlich leicht angehoben, ohne daß der kleine Wurzelballen auseinanderfällt.
Wird aber die Hauptwurzel minimal eingekürzt bilden sich später bessere Wurzelballen aus.
Man verwendet zum pikieren das gleiche Substrat wie bei der Aussaat, da die Sämlinge noch keine großen Nährstoffmengen vertragen.
Damit die Pflanzen nicht dünn und langgezogen werden, muß man sie nach dem pikieren an einen sehr hellen Platz stellen.
Pflanzen die eine sehr lange Vorkultur haben, w.z.B. Paprika, Auberginen, Tomaten, werden gleich getopft.
Meist werden sie zwar nochmal umgetopft, bevor sie an ihren Endgültigen Standort kommen.
Alle Pflanzen werden durch das Pikieren kräftiger, vor allem wenn Temperatur, Luftfeuchte und Wasserversorgung stimmen.



