Falscher Mehltau
Falscher Mehltau
Der Falsche Mehltau ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Landwirtschaft und dem Gartenbau Europas eine gefürchtete Pflanzenkrankheit.
Er wurde erstmals 1878 unter den Namen Plasmo Para beschrieben.
Vor rund 130 Jahren wurde der Falsche Mehltau aus den USA nach Europa eingeschleppt – seitdem ist er einer der wichtigsten Krankheitserreger der Weinrebe und verursacht massive wirtschaftliche Schäden.
Falscher Mehltau
Im Gegensatz zum Echten Mehltau bildet der Falsche Mehltau nur auf der Blattunterseite den weißgrauen bis mausgrauen Schimmelrasen in kompakten Flächen. Auf der Blattoberseite bilden sich zuerst gelbliche Flecken, später verfärben sie sich je nach Pflanzenart orangerot bis purpurrot. Oft verursacht die Krankheit einen starken Blattfall.
Falscher Mehltau ist ein Innenpilz, d. h. der Myzel bildet und wächst im Pflanzeninneren.
Der Pilz gelangt durch die Stomata (Porenöffnungen) der Blätter oder durch Verletzungen, Witterungseinflüsse (Sturmschäden) oder durch Bearbeitungsarbeiten (Schnitte) in das Innere der Pflanze.
Dadurch das der Pilz im inneren wächst zerstört er die Zellen der Wirtspflanze.
Falscher Mehltrau ist schwierig zu bekämpfen,da man ihn erst im Endstadion bemerkt und zwar wachsen dann aus der Blattunterseite aus den Stomata die Pilzfäden (Hyphen), die man dann als braune Flecken sieht.
Man kann den Pilz praktisch nur mit systemischen Mitteln bekämpfen. Diese werden gegossen und so von der Pflanze über den Wurzeln aufgenommen.
Die Befallzeit ist im Herbst und Frühling.
Der Falsche Mehltau braucht für seine Entwicklung feuchte Bedingungen.
Mittel gegen Falschen Mehltau sind:
Kupferoxychlorid oder Captan.
Befallenes sofort entfernen, es kann aber kompostiert werden, weil der Pilz nur an lebenden Pflanzen überlebt.
Der Pilz überwintert in dem abgefallenen Laub am Boden.
Hier noch der Wiki-Link :Falscher Mehltau




