Hallo Gast 

Derzeit hast du nur eingeschränkten Zugang zum Forum. Nach einer Registrierung und deiner Vorstellung werden für dich alle Bereiche sichtbar.

Derzeit kannst du nur  im "Gästebereich" schreiben und Fragen stellen. Allerdings werden die Beiträge erst nach Überprüfung frei gegeben. 

Wir würden uns freuen dich als neues Mitglied begrüßen zu dürfen 

mfg, 

Das Team

Zerstörung durch die Getränkedose

Hier kommen Petitionen rein die für den Umweltschutz plädieren, sei es hier in der Heimat oder sonstwo auf der Welt.

Moderatoren: nrwcat, Anke32, Kleeblatt

Zerstörung durch die Getränkedose

Ungelesener BeitragAutor: Holosericea » 7. Aug 2010, 16:20

2003 verordnete die damalige Bundesregierung aus Umweltschutzgründen den Getränkedosen 25 Cent Pfand. Ohne große Probleme haben sich die Deutschen daraufhin von der Getränkedose verabschiedet. Doch die Discounter Penny (Rewe-Gruppe) und Netto (Edeka-Gruppe) sagen umweltfreundlichen Lösungen nun den Kampf an. Seit Juni bieten sie in ihren Regalen wieder in großen Mengen Dosengetränke an – vor allem Biere und Softdrinks wie Coca Cola, Fanta und Sprite.

Mit Getränkedosen machen die Discounter paradoxerweise kräftig Kasse. Nach Recherchen des Handelsblatts hat die Rewe-Gruppe allein im vergangenen Jahr 12 Millionen Euro am Geschäft mit Einwegverpackungen verdient. Denn viele Dosen und Flaschen werden einfach nicht zurückgebracht. Das eingenommene Pfandgeld streichen die Discounter ein – vor allem dann, wenn sie selbst Abfüller sind. Das ist bei den Eigenmarken der Fall. Je mehr Dosen im Mülleimer oder auf der Straße landen, desto mehr verdienen Rewe und Netto.

Nach außen verbreiten die Discounter die Behauptung, der Verbraucher wolle die Dose. Umweltbedenken seien von gestern und beruhten auf veralteten Studien. Eine materialoptimierte Produktion mit hohen Recyclingquoten spräche ebenso für die Wiedereinführung der Dose wie das geringe Gewicht, das auf langen Transportstrecken ein wichtiger Kosten- und Umweltfaktor sei. Zu diesem Ergebnis kämen entsprechende Untersuchungen, welche die Dosenindustrie in Auftrag gegeben hat. Die Deutsche Umwelthilfe hat sich die berechneten Ökobilanzen genauer angeschaut und bezweifelt die Qualität der Daten. Die Experten sprechen bereits vom Missbrauch des Instruments der Ökobilanz, weil es offensichtlich Vorgaben für die anzuwendenden Daten, Annahmen und Abgrenzungen gab, die realitätsfremd und – wen wundert es – dosenfreundlich waren. Pfandflaschen wurden so schlecht und Getränkedosen schön gerechnet.

Mit Blick auf den Regenwald ist vor allem das Material problematisch: Getränkedosen bestehen aus Aluminium und Weißblech. Bei beiden Rohstoffen zahlt der Regenwald einen hohen Preis für unseren angeblichen Dosenwunsch. Selbst bei hohen Recyclingquoten werden immer neue Rohstoffe benötigt.

Abgebaut werden die benötigen Rohstoffe im Tagebau. Im Amazonasregenwald Brasiliens, in Carajás, befindet sich die größte Eisenerzlagerstätte der Erde. Das südamerikanische Land ist nach China der weltweit größte Eisenerzproduzent und liegt auch beim Bauxitabbau (Rohstoff zur Aluminium-Gewinnung) an dritter Stelle. Um an die Vorkommen zu gelangen, wird der Regenwald großflächig abgeholzt. Und sowohl die Verhüttung des Eisenerzes mit Holzkohle und nachfolgende Stahlproduktion als auch die Aluminiumgewinnung aus Bauxit sind extrem umweltschädlich und energieintensiv. Um eine Tonne Rohaluminium zu gewinnen, sind 14.000 Kilowattstunden Strom nötig. Für den Elektrizitätsbedarf der brasilianischen Aluminiumindustrie werden im Amazonasgebiet riesige Wasserkraftwerke gebaut. Ganze Flüsse werden aufgestaut oder umgeleitet, die Regenwaldgebiete abgeholzt und in den Fluten der Stauseen ertränkt, indigene Völker werden von ihrem angestammten Land vertrieben. Auch hierzu hat Rettet den Regenwald aktuell eine Protestaktion gegen die Beteiligung europäischer Unternehmen am Bau des Belo Monte Wasserkraftwerks gestartet.

Das Umweltbundesamt rät laut Südkurier: „Verbraucher sollten um die Büchse einen großen Bogen machen.“ Sie sollten nur Getränke in umweltfreundlichen Mehrwegflaschen kaufen oder den Durst mit Trinkwasser aus der Leitung löschen. Rettet den Regenwald fordert Penny und Netto deshalb dazu auf, die Getränkedosen unverzüglich wieder aus dem Sortiment zu nehmen und auf Mehrwegflaschen zu setzen.

ZUR PETITION HIER KLICKEN
Man muss nicht sterben um ins Paradies zu kommen solange man einen Garten hat
Persisches Sprichwort



Bild
Benutzeravatar
Holosericea
Forum Admin
Forum Admin
 
Beiträge: 8688
Registriert: 09.2009
Barvermögen: 521.534,86 Blümchen
Wohnort: Oberfranken
Danke gegeben: 72
Danke bekommen: 24x in 24 Posts
Geschlecht: weiblich
Lieblinspflanze: Hoya

Zurück zu Petitionen für den Umweltschutz


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

getränkedose umweltschutz
web tracker