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Schädlingsbekämpfung - biologisch oder chemisch ?

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Schädlingsbekämpfung - biologisch oder chemisch ?

Ungelesener BeitragAutor: Holosericea » 2. Nov 2009, 06:55

Wie haltet ihr es mit der Schädlingsbekämpfung? Benutzt ihr nur biologische Mittel oder greift ihr auch zur Chemie?

Bei essbaren Pflanzen wie Physalis oder Jiaogulan setze ich nur biologische Mittel ein. Bei meinen Zimmerpflanzen greife ich eigentlich sehr schnell zur Chemiekeule, damit sich ja nichts ausbreitet und alles mit Schädlingen befallen ist. Ich gieße meine Balkonpflanzen im Frühjahr 1x mit Bi58, habe die Erfahrung gemacht dass das fast alle Schädlinge über das Jahr fernhält (nicht wirksam bei Spinnmilben), im Herbst vor dem Einräumen werden sie noch einmal damit gegossen.
Bi58 ist nicht ungefährlich und sollte NUR im Freien angewendet werden
Bis auf Spinnmilben und eingeschleppte Wollläuse habe ich bisher keinen weiteren Schädlingsbefall, diese werden meist mit Mitteln von Bayer bekämpft, was meist schon nach 2 - 3 maliger Anwendung hilft. Bei wenigen Wollläusen verwende ich auch Wattestäbchen und Spiritus und entferne die Plagegeister damit.
Man muss nicht sterben um ins Paradies zu kommen solange man einen Garten hat
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Re: Schädlingsbekämpfung - biologisch oder chemisch ?

Ungelesener BeitragAutor: cerifera » 2. Nov 2009, 10:34

Ein heikles Thema, das betrifft allerdings nicht nur die Schädlingsbekämpfung sondern indirekt auch die Düngung der Pflanzen. Ich dünge prinzipiell nur mit Kompost, Jauche und Co. - die Zimmerpflanzen, welche ich nicht vor habe zu essen - bekommen Guano-Düngestäbchen oder ab und an einen Flüssigdünger (nur weil es einfacher ist und ich keinen Kompost oder Jauche in der Wohnung haben möchte).
Sicher ich habe früher auch in meinen Anfängen Blaukorn angewandt, aber dadurch wäre mir eine Forsythie fast hopps gegangen und sie leidet auch heute noch, drum empfehle ich das nicht.
cerifera
 

Re: Schädlingsbekämpfung - biologisch oder chemisch ?

Ungelesener BeitragAutor: Holosericea » 2. Nov 2009, 18:16

Düngen mit Jauche & Co geht halt bei mir auch schlecht, auf dem Balkon oder in der Wohnung ist das nicht geeignet.
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Re: Schädlingsbekämpfung - biologisch oder chemisch ?

Ungelesener BeitragAutor: helma » 3. Nov 2009, 18:46

Bei leichteren Befall mische ich Spülmittel mit Lavendelöl in eine Sprühflasche und besprühe die Pflanze
Bei stärkeren Befall bade ich den ganzen Zweig in der Lösung.
Meine schwarze Johannisbeere macht jedes Jahr Ärger , darum befolge ich den Tip mit den Mottenkugeln.
Für Rosen verwende ich ein im Handel erhältliches Mittel zum spritzen, vorbeugend gegen Mehltau und andere Rosenkrankheiten .
Unkrautvernichtungsmittel hab ich 1x im Leben verwendet ... nie wieder !!! Wurm in Todeskampf :tazdevil
Gegen Schnecken nur Chemie. (mit einsammeln ,zerschneiden oder salzen ist bei mir nix drinn!!!)
Mein Kaffeesatz landet im Gieswasser und auf dem Kompost .Die Blumenstauden und besonders die Geranien lieben Kaffeesatz , Schnecken angeblich nicht .
Zur Düngung bring ich im Spätherbst entweder Senfsaat oder halbverrotteten Kompost aus.
Mit Brennesseljauche hab ichs auch mal versucht ,kann man aber den Nachbarn schlecht zumuten.
Für Essbares verwende ich Gemüse- oder Beerendünger.
Bei Blumen je nach Bedarf Flüssigdünger oder auch mal Blaukorn
LG Helma :kaffee
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Re: Schädlingsbekämpfung - biologisch oder chemisch ?

Ungelesener BeitragAutor: ecobiosystems » 21. Aug 2010, 08:28

Es gibt einige gute Möglichkeiten mit Ölen gegen Schadinsekten zu arbeiten. Diese verstehen sich natürlich als reines Kontaktmittel und wirken nicht systemisch in der Pflanze. Kurz gesagt, was man mit der Spritzmaßnahme nicht trifft, hat man auch nicht bekämpft.

Es gibt gute Öle, welche gegen Spinnmilden, Weichhautmilben, Weiße Fliege, Wollläuse, Blatt- und Schildläuse wirken.

Was ebenfalls als Kontaktmittel gut wirkt:

20 ml flüssige Schmierseife
15 ml Brennspiritus (kein Reinigungsspiritus)

alles mit 1 Liter Wasser vermischen und dann auf die Schadinsekten sprühen / spritzen.

Die Seife bricht die Oberflächenspannung des Wasser, somit entsteht ein Wasserfilm auf dem Blatt und eine gute Verteilung wird erreicht. Der Brennspiritus dringt durch die Atemorgane der Schadinsekten, welche dann absterben.

Kann je nach Schädling etwas dauern, demnach etwas Geduld aufzeigen.
ecobiosystems
 


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