Hier mal ein paar Probleme, mit denen ich immer wieder konfrontiert werde.
Manchmal ist die Problembehebung garnicht mit soviel Aufwand verbunden, wie manche Gartenzeitschriften oder Ratgeber immer darstellen.
Bei uns muß es schnell gehn und helfen, und deswegen geb ich die jetzt einfach mal an euch weiter
Ameisen:
Problem:
Befall meist auf sandigen Böden.
Gegenmaßnahme:
Düngung mit schwefelsaurem Amonik um die Ameisen zu vertreiben. Sollte aber nicht gleich regen, sonst war die Arbeit um sonst. Und NICHT auf die Blätter streuen von umliegenden Stauden oder Sträucher= gibt hässliche Flecken auf den Blättern.
Engerlinge und Tipula-Larven:
Problem:
Durch den Befall werden die Gräser gelb und sterben ab, weil die Wurzeln angefressen werden.
Gegenmaßnahme:
Nützlinge gegen Bodenschädlinge von der Firma Neudorff. Soviel ich weiß, sind daß dann Nematoden. Hab ich selber aber auch noch nicht ausprobiert.
Verfilzter Rasen:
Problem:
Rasenfilz entsteht durch liegenlassen des Mähguts, starke Stickstoffüberversorgung, Bodenverdichtung oder durch saure Bodenreaktion
Gegenmaßnahme:
Im Frühjahr die trockene Rasenfläche vertikutieren, das Schnittgut abfahren, den Rasen düngen.
Hirse im Rasen:
Problem:
Hirse wächst in jeder Grasnarben-Lücke. Das Erscheinungsbild des Hirse ist sehr unterschiedlich.
Gegenmaßnahme:
Eine chemische Bekämpfung ist nicht möglich, da es ja auch eine Grasart ist, und somit nicht in einem Rasen bekämpft werden kann.
Mein Tipp ist gut düngen, und das Gras mal höher wachsen lassen, da die lichthungrigen Hirse dadurch verdrängt werden.
Klee im Rasen
Problem:
Die Ursache für Klee ist mangelnde Stickstoffversorgung. Der Rasen wird Lückig und der Klee wird flächeneinnehmend.
Gegenmaßnahme:
Manchmal reicht es schon den Rasen einfach mal hochwachsen zu lassen und anschliessend dann sehr tief zu mähen. Den Rasen mit Stickstoffdünger düngen.
Da Sauerklee sehr hartneckig ist, kann man auch einen Spritzgang mit Loredo zusätzlich machen.
Moos im Rasen:
Problem:
Meist ist der Boden zu sauer, oder der Rasen wird immer zu tief gemäht im Schattenbereich. Ausserdem fördert Staunässe infolge von Bodenverdichtung den Moosbewuchs.
Die Nährstoffversorgung des Rasens ist also nicht ausreichend.
Gegenmaßnahme:
Den Rasen nicht tiefer als 5 cm mähen= das hilft schon wahre Wunder manchmal, besonders im Schatten. Zusätzlich kann man mit Eisensulfatigem Dünger düngen. Das dadurch geschädigte Moos abrechen und evtl. Rasen nachsäen.
Eine Umstellung der Mähgewohnheiten ist aber wirklich wichtig, da sonst das Moos wieder kommt.
Was man auch noch machen kann ist folgendes:
Bei der letzten Schneeschmelze reichlich Blaukorn auf den schmelzenden Schnee verteilen, an den Problemstellen. Nachteil: das Gras muß öfter gemäht werden später im Jahr, da er ja gut gedüngt wurde. Dieser Geheimtrick hilft auch sehr gut.
Algen:
Problem:
Algen sind je nach Art ein schwarzer, grüner oder brauner gallertartiger Belag auf den Flächen.
Das kommt durch Staunässe, lückigem Rasenbestand oder zuviel Rasenfilz
Gegenmaßnahme:
Hier hilft nur tiefes Belüften, Filzbeseitigung und die befallene Fläche mit Sand zu bestreuen.
Ich denke jetzt hab ich so ziemlich alle Probleme.
Falls ihr noch welche habt=> Nur her damit, vll. hab ich ja einen Tipp parat




