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Birnengitterrost

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Birnengitterrost

Ungelesener BeitragAutor: alter » 28. Dez 2010, 19:29

Die Oberseite der Blätter des Birnenbaumes sind oft mit leuchtend orangefarbenen Flecken befallen. Dreht man das Blatt um, sieht man an der Unterseite des Flecks eine stachlige braune Wulst. Diese Flecken zeigen sich etwa Mitte Sommer. Das ist der Birnengitterrost, der die Bäume vom Frühjahr bis Herbst befällt. Nach dem Laubfall im Herbst sind die Blätter nicht mehr befallen und können ohne Sorge auf den Kompost. Die Folge dieser Krankheit ist, daß der befallene Baum keine Triebe bekommt und langsam abstirbt.
Ursache dieser Krankheit ist, daß in einem Umkreis von ca. 500 m eine der bestimmten Wacholterarten steht, welche im Winter als Wirt dieser Sporen dient. Im Frühjahr zur Zeit der Birnenblüte, bilden sich an diesen Wirtpflanzen bis zu faustgroße, gallertartige, rostbraune Auswüchse, deren Sporen durch den Wind an die Blätter des Birnenbaumes transportiert werden.
Zur Bekämpfung des Birnengitterrostes sind aber keine speziellen Mittel für Haus- und Kleingarten zugelassen.
Es helfen aber Spritzmittel gegen Schorf und Obstpilze.
Da ich an meinem Birnenbaum 2008 und 2009 auch diesen Befall hatte, kaufte ich mir das Spritzmittel von der Firma Neudorff mit dem Namen Neudo-Vital Obst-Pilzschutz. Es ist ein natürliches Pflanzenstärkungsmittel gegen Pilzkrankheiten an Obstgehölzen. Es muß 3 mal gespritz werden, im Abstand von 10-14 Tagen, beginnend kurz vor der Blüte. 2010, also dieses Jahr hatte ich keinen Birnengitterrost mehr, und der Baum hat sich erholt. Nun werde ich diese Spritzungen jährlich durchführen.
Hier noch die Wacholderarten, die als Wirt dienen :
Juniperus sabina "Blaue Donau"
Juniperus sabina "Rockery Gem"
Juniperus sabina "Tamariscifolia"
Juniperus chinensis "Keteleerii"
Juniperus chinensis "Pfitzeriana Aurea"
Juniperus chinensis "Pfitzeriana
Juniperus scopulorum "Blue Heaven"
Die anderen Wacholder und Nadelgehölze wie Lebensbaum, Scheinzypresse und andere Arten sind keine Überträger des Birnengitterrostes.
Noch eine Bemerkung, die Sporen können bis zu 500 m weit getragen werden, so daß eine direkte Bekämpfung am Wocholder oft unmöglich ist, denn man kann den Nachbar nicht auffordern daß er seinen Wocholder entfernen soll.

So, das war es fürs erste,
Rolf
Tschüss, bis demnächst,
Rolf
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Re: Birnengitterrost

Ungelesener BeitragAutor: Ragin » 28. Dez 2010, 22:07

Hallo Rolf,
Danke für deinen Beitrag. Wir haben hier auch ein bisschen Birnengitterost an unseren Bäumen aber ich habe nicht den Eindruck, dass es wachstumsmäßig groß schadet. Manchmal verkrüppeln auch Früchte etwas.
Wir haben aber nur einen Säulenwachholder in der Nähe stehen.
Ich bilde mir auch ein, solche orangen Sporenlager schon an Juniperus Horizontalis gesehen zu haben.
Kann aber auch Sabina gewesen sein, ist schon Jahre her.
Hast Du eine Ahnung, was in dem Spritzmittel von Neudorf drinnen ist?
Mit Schachtelhalmtee kann man gut vorbeugen gegen Pilze. Dann hab ich von Milch gelesen dass es gut funktioniert, 1: 10 mit Wasser verdünnt oder EM, was auch Milchsäurebakterien enthällt nebst anderen Mikroorganismen wie Photosynthesebakterien und Pilzen die nicht schaden aber den Platz einnehmen.
Schöne Grüße,
Ragin
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Re: Birnengitterrost

Ungelesener BeitragAutor: Hippeastrum » 29. Dez 2010, 09:11

Ich habe vor 4 Jahren nen Schrebergarten übernommen und die Anlage ist 200m vom Friedhof entfernt, da ist nix mit Wocholder rausreißen, aber dieses Jahr fliegt dier Birnbaum raus.

lG Hippeastrum
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Re: Birnengitterrost

Ungelesener BeitragAutor: alter » 29. Dez 2010, 11:58

Ich möchte heute gleich die Fragen von ragin beantworten.
In dem Spritzmittel von Neudorff sind enthalten :
Fettsäuren, Algenextrakte, Lösungsmittel, Wasser und sonstige Formulierungshilfsmittel.
Der genaue Wortlaut auf dem Spritzmittel :
"Pflanzenstärkungsmittel aus natürlichen Fettsäuren und Pflanzenextrakten mit vielen Spurenelementen. Erhöht die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Pilzkrankheiten, so dass der Einsatz von Fungiziden vermieden werden kann. Hat keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier, sowie den Naturhaushalt".
Speziell ist dieses Mittel gegen :
Monilia Spitzendürre,
Birnengitterrost,
Pfirsischkräuselkrankheit und
Narren- oder Taschenkrankheit.
Gespritzt soll in der Mischung mit Wasser 1 %ig.
Inhalt der Flasche ist 250 ml = 25 l Spritzbrühe (10 ml auf 1 l Wasser bzw. 50 ml auf 5 l Wasser).

Gruß,
Rolf
Tschüss, bis demnächst,
Rolf
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Re: Birnengitterrost

Ungelesener BeitragAutor: Ragin » 29. Dez 2010, 15:33

Hallo Rolf,
Danke für die Info. Bei den Kräuterextrakten wird sicherlich Schachtelhalm und vielleicht auch Berennessel mit drinnen sein. Unser Birnbaum ist viel zu hoch um ihn zu spritzen. Der packt´s ja auch so ganz gut. ist abe rein guter Tipp, was die Kräuselkrankheit angeht nur muss ma da schon vor dem Knospenaustrieb vorbeugend spritzen denke ich.
Schöne Grüße,
Ragin
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Re: Birnengitterrost

Ungelesener BeitragAutor: alter » 29. Dez 2010, 17:01

Ja, es gibt bestimmt noch mehr Mittel gegen diese Krankheiten, mir wurde dieses von Neudorff von einer großen Gärtnerei und Baumschule in Arpke bei Lehrte empfohlen.
Tschüss, bis demnächst,
Rolf
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