Thaumetopoea processionae
Vorkommen:
Er befällt bevorzugt Stiel- und Traubeneichen, ist aber auch an Roteichen zu finden.
Biologie:
Aus den ca. 0,5 - 1mm großen Eiern, die im Herbst in Gelgen von 150 - 200 Stück im Feinastbereich der Eichen abgelegt werden, schlüpfen im Folgejahr (Mitte April bis Anfang Mai) kleine braune behaarte Raupen.
Die Raupen durchlaufen 6 Larvenstadien.
Ab dem dritten Larvenstdium bilden sich die für den Menschen gefährlichen weißen Nesselhaare, die aus den Rückenwarzen der Raupen wachsen.
Überwinterung:
Die Eier des Falters überwintern in Gelegen, im oberen Baumkronenbereich von Eichen, an also ein- bis zweijährigen Zweigen.
Als vollentwickelte Insekten bauen die Falter in ihre Körperflüssigkeit Zucker ein, der wie eine Frostschutzlösung wirkt und dadurch den Gefrierpunkt senkt. Auch harte Winter können somit den Falter nichts anhaben.
Gesundheitliche Gefahren:
Durch Eiweißverbindungen in den Haaren der Raupen wird bei Menschen eine Allergie ausgelöst. Diese Allergie wird auch "Raupendermatitis" genannt.
Die Folgen einer Berührung sind, Juckreiz, Hautausschlag und oftmals ein allgemeines Krankheitsgefühl, das über Wochen anhalten kann. In einigen Fällen kommt es auch zu Reizungen der Atemwege bis hin zu asthmatischen Symptomen und allergischen Schockreaktionen. Die Gefahr besteht besonders von Ende Mai bis September. Man sollte aber auch unbedingt beachten, daß die Haare des Eichenprozessionsspinners 5 Jahre ihre Wirkung behalten. Aus diesem Grund müssen auch verlassene Nester auf alle Fälle entfernt werden!
Bekämpfung:
Die beste Zeit für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist vom Schlüpfen der Raupen Anfang April bis Mitte Mai vor dem erreichen des dritten Larvenstadiums.
Zur Bekämpfung eignet sich folgendes Präperat:
Dipel ES (Bacillus thuringiensis)
Bacillus thuringiensis ist ein sporenbildendes, aerobes Bodenbakterium, welches aus Schmetterlingsraupen isoliert wird. Durch die Aufnahme des Bacillus mit der Nahrung, wird bei dem Schadinsekt eine Darmperforation ausgelöst. Dies führt zum Tode des Insektes.
Dies ist ein biologisches Bekämpfungsmittel. Leider hat es nur eine Wirkphase von 2 -3 Tagen und eine Nachkontrolle ist unbedingt notwendig.

Fotograph: Sarefo
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Quelle: Wiki



