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Eine Frage zum Boden

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Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Grünes-Forum-Nutzer » 24. Nov 2010, 17:56

Hallo,

ich habe eine Frage zum Boden.
Wenn auf einer Rasen- oder Wiesenfläche nur noch Moose und Flechten wachsen, dann ist natürlich klar, dass es dort eher schattig und feucht als sonnig und trocken ist.
Aber kann man auch sagen, dass der Boden dann eher sauer ist?

Grüße von Hans
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Ragin » 24. Nov 2010, 18:51

Hallo Hans,
ich denke, das geht meistens Hand in Hand. Durch die hohe Bodenfeuchtigkeit werden die positiv geladenen Calcium, Kalium und Magnesiumionen ausgewaschen und dann kollabiert das Bodengefüge, verdichtet sich und der Gasaustausch wird immer geringer. Das von den Pflanzenwurzeln und dem Bodenleben ausgeschiedene Kohlendioxid löst sich im Bodenwasser und senkt den Ph-Wert zusätzlich, es löst den Kalk im Boden zu Calciumbicarbonat und er verschwindet in tiefere Bodenschichten, wird ausgewaschen. Solche Böden, die versauert sind bekommen eine dichte schmierige Struktur an der Oberfläche, zumindest wenn sie lehmig und humusreich sind. Sandböden sind auch meistens sauer weil kalkarm.
Schöne Grüße,
Ragin
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Grünes-Forum-Nutzer » 24. Nov 2010, 20:38

Vielen Dank! Sehr gute Antwort.
Dann werde ich also jetzt den Boden umwandeln müssen. Mit Gründüngung (Phacelia) oder so was?

Grüße
Hans
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Ragin » 24. Nov 2010, 21:03

Na ja, kommt drauf an, was Du vor hast. Phacelia alleine bringt eigentlich keinen Kalk in den Boden, den musst Du schon einbringen, nicht zu viel auf einmal, kann sonst das Eisen binden und für die Pflanzen nicht mehr verfügbar machen. Willst Du Gemüse anbauen? Urgesteinsmehl ist auch nicht schlecht.
Schöne Grüße,
Ragin
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Grünes-Forum-Nutzer » 25. Nov 2010, 12:32

Nein, darauf will ich Aconitum pflanzen.

Klar, Phacelia bringt keinen Kalk in den Boden, aber wenigstens lockert es und bringt N in den Boden. Also das wäre ein Anfang zur Bodengesundung, denke ich mir.

Gruß
Hans
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Ragin » 25. Nov 2010, 16:45

Hallo Hans,
na klar ist Phacelia gut geeignet, Senf ist auch sehr gut als biologischer Spaten oder Kartoffeln, wie man sie in der Permakultur als Erstpflanzung gerne verwendet um Böden aufzulockern.
Viel Erfolg,
Ragin
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Grünes-Forum-Nutzer » 21. Jan 2011, 12:18

Ich habe noch eine andere Frage: kann man eine Wiese, bei der das Gras tot und im Wesentlichen nur noch Moos übrig ist, nach gründlichem Fräsen mit Stauden bepflanzen? Oder muss zuerst das ganze Moos abgetragen werden, ehe man fräst?
Was passiert, wenn man das Moos unter fräst?

Danke und Grüße
Hans
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Kleeblatt » 23. Jan 2011, 21:12

Soweit ich weiss, musst du das Moos abtragen, mit Unterfräsen allein bekommst du das nicht weg.
Jedes kleine Teilchen wächst nämlich wieder an und vermehrt sich prächtig.

Anschliessend aber unbedingt düngen, damit der Boden wieder ins Gleichgewicht kommt. Der wird jetzt so richtig ausgelaugt sein.

Viel Erfolg

Lg
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Ragin » 23. Jan 2011, 21:26

Bin mir da nicht sicher, kann mir vorstellen, dass das Moos ähnlich wie Torf die Bodenstruktur auch verbessern könnte. Mit Düngung und ggf. etwas Mulch müsste es schon klappen.
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Re: Eine Frage zum Boden

Ungelesener BeitragAutor: Grünes-Forum-Nutzer » 25. Jan 2011, 13:25

Also ich versuche es nun so, dass ich den Boden mitsamt dem Moos fräse. Ich werde zuerst ein paar Bodenproben nehmen (pH-Wert) und dann kalken oder auch nicht und dann fräsen. Aufdüngen tu ich sowieso vor dem Pflanzen.
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